Rund um den Naturpark Grebenzen

Erst der Flop: Der Teilabschnitt des R18 zwischen Dürnstein und Neumarkt hat mit Radweg nur im Entferntesten zu tun. 
Top alles Weitere, vor allem der Rückweg ins Kärntnerische über die Schulter der Grebenzen mit Stop am Auerlingsee.

Die Grebenzen ist ein verkarsteter Plateauberg in den Gurktaler Alpen an der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten. Der Start zur Umrundung des gleichnamigen Naturparks erfolgt von Friesach aus in Richtung Neumarkt. Diese Verbindung zählte zu Zeiten der Römer zu den wichtigsten Straßen in den Ostalpen. Kein Wunder, dass die Route mangels vieler Möglichkeiten auch heutzutage stark frequentiert ist.
Ausgerechnet hier verläuft der in Anspruch genommene Neumarkter Radweg R18 vielerorts nicht getrennt vom motorisierten Verkehr, sondern unmittelbar auf der Bundesstraße!
Der von Insidern empfohlene Workaround, nach dem Pöllauer Bach zu einem Wanderweg abzuzweigen und so die gefährliche Bundesstraße durch die Klamm zu meiden, wurde aus zwei Gründen vereitelt: Unwetter hatten Teile des Wegs unpassierbar gemacht, obendrein verbietet das Stift St.Lambrecht ausdrücklich die Nutzung des Pilgerwegs durch Radler.
Genug mit dem Lamento! Bei St.Marein kann endlich auf die geplante Route zurück gewechselt werden. Und spätestens nach dem Weitblick hinüber auf den gegenüberliegenden Zirbitzkogel und Erreichen des majestätisch gelegenen Furtner Teiches ist die Stimmung wieder hergestellt. Vom Neumarkter Sattel aus wird auf welligem Terrain der Weg Richtung Westen fortgesetzt.
So richtig zum Genuss wird die Tour nach dem Queren einer Senke vor St. Blasen. Hier trifft man auf den "Via Natura"-Radweg, der zeigt, wie behutsame Routenführung aussehen kann. St.Lambrecht, in dessen Stift sich im Stundentakt junge Paare zu trauen trauen, bietet die letzte Gelegenheit, sich für den folgenden steiler werdenden Anstieg zu erholen. Kurz vor Erreichen des Auerlingsees wird der Radweg verlassen. Auf einer Schotterstraße gelangt man weiter zum Auerlingsee, der praktisch unmittelbar vor dem Bergübergang in einer kleinen Senke liegt. Geplanterweise wäre hier das sportliche Plansoll für den Tag erfüllt gewesen. Übermut nach einer knapp zehn Kilometer langen Abfahrt führte dazu, den am Vortag gefahrenen Abschnitt in der Talsenke des Metnitztals zu vermeiden und den Weg entlang des Hangs über Hundsdorf zu wählen.
Folge: Überwinden eines Weidezauns und 100 m Queren einer Wiese zum Nachbarhof sind notwendig, da der Weg zwischen den beiden Häusern nicht mehr existiert.
Erkenntnis: Hundsdorf besteht aus drei Höfen, von denen einer einst ein Gasthof war. Und ganz nebenbei mehr als 150 Höhenmeter Aufschlag.

 

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 Text und Bilderschau in Kürze

 

On Tour: Straßen, Wege, Pfade...

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